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  • Franziska Stebler

Wieviel Vergemeinschaftung ist gut genug?

Aktualisiert: 6. Jan.

In einer klassischen Firma steht der organisationale Zweck im Vordergrund. Ich als Person fülle eine Rolle aus, in der ich diesem organisationalen Zweck (mit allen anderen in der Firma) zudiene. Es gibt Vorgaben, Ziele, Hierarchien und Erwartungshaltungen, diese Strukturen geben Halt und Sicherheit. Hier steht die Vergesellschaftung im Vordergrund. Die Sozialbeziehungen sind lose. Jeder existiert für sich (alleine) und das Gemeinsame entsteht oft nur genau dann, wenn man sich gemeinsam austauscht.

Im Gegenzug dazu die Firmen, die diese organisationalen, formalen Kräfte aufweichen und der Mensch in den Vordergrund stellen. Ich als Mensch kann mich voll eingeben und gestalten. Formalismen werden ersetzt durch Teams und Menschen die sich selbst organisieren. Hier steht die Vergemeinschaftung im Vordergrund. Die Sozialbeziehungen sind eng – das Gemeinsame ist omnipräsent.

Die agile Bewegung forciert exakt diesen Change: Weg von Vergesellschaftung hinzu Vergemeinschaftung. Wobei beides immer vorhanden ist, die Frage ist nur, wenn das zwei Waagschalen einer Waage sind, wo ist wieviel drin? Und wie sieht die neue Balance aus? Wieviel ist gut genug für unsere Firma, unser Team, mich als Mensch?

Spannend an diesem Gedankenstrang ist auch, dass wir ja bei der Vergemeinschaftung ganz stark auf das Individuum mit seinen Fähigkeiten setzen. Da müssten wir doch für genau diesen Change auch dort ganz viel Veränderungsenergie spüren? Tun wir das? Investieren wir genügend in unsere Mitarbeitende, damit dieses “hinzu” Vergemeinschaftung einen guten Nährboden hat?


Auf unserem Lernblog für Coaches findest du den langen Artikel zum Thema: Kann mich meine Firma lieben?


Jetzt freue ich mich auf eure Kommentare.

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